25. März 2001
Wehrstedter Wahlkrampf
Laienspielgruppe des Heimatvereins Wehrstedt feierte Erfolg mit neuen Stück.
Wieder ein voller Erfolg, wie seit Jahren, wenn
die Wehrstedter Laienspielgruppe ein Stück
aufführt.
Auch diesmal waren alle Vorstellungen ausverkauft.

Alle Mitwirkende auf, vor und hinter der Bühne.
Es ging es um den Wahlk(r)ampf in Wehrstedt. "Ähnlichkeiten
mit lebenden Personen sind natürlich rein zufällig", bemerkte
Margret Schneider, die zusammen mit Ingrid Braunschweig
für Gesamtleitung und Einstudierung verantwortlich war, in ihrer Begrüßung.
Das Stück bot alles, was das Herz begehrt: Eine Verwechslungskomödie um
das Amt des Bürgermeisters.
Um den Wahlkampf zu gewinnen entführt der Gegenkandidat Tölpel den
Bürgermeister Haberkorn
und ersetzt ihn durch den Pennbruder Lampe aus Bodenburg.
Der ausgetauschte Bürgermeister sorgt für einige Skandale und erscheint
auf der Wahlveranstaltung besoffen und in Unterhosen.
Eine Vergrnügungststeuer will er einführen, weil es ein Vergnügen ist
in Wehrstedt zu wohnen und der Sportplatz soll umgepflügt werden und
Kartoffeln angepflanzt werden.
Der lokale Bezug wurde groß geschrieben in dem Stück, so dürften
sich einige Prominente aus Bad Salzdetfurth wohl in dem einem oder
anderen Satz, manchmal auch nur im Nebensatz, wiedergefunden haben.
Natürlich darf in so einem Stück auch die
Rubs nicht fehlen: Als vielbeachtetes Lokalblatt wurde sie mal freundlich,
mal kritisch: "Was schreiben die da für ein dummes Zeug?" eingebaut.
Bürgermeister Haberkorn jedenfalls fand seine Entführung durch die Opposition
gar nicht so schlecht: Endlich Ruhe vom Amtsstress und von seiner
ehrgeizigen Frau, die unbedingt Frau Bürgermeister bleiben will und deshalb
den Wahlkampf organisiert. Durch die Liebesbeziehung der Bürgermeistertochter
Karin mit dem Oppositionssohn Thomas wird die Geschichte noch verwirrter
und auch der Baulöwe Mühlbauer, der immer auf seinen Vorteil bedacht ist,
sorgt für Leben im Stück. Er zieht zum Schluß jedoch den Kürzeren und
beschließt nach Wesseln auszuwandern.
Am Ende entscheiden jedoch nicht die Bürger über den neuen Bürgermeister,
sondern das Schicksal: Bürgermeister Haberkorn kandidiert nicht mehr, sein
Gegenspieler Tölpel verzichtet auf eine Kandidatur. Bleibt nur noch der
zukünftige Schwiegersohn Thomas Tölpel, der mit Hilfe von
Frau Bürgermeister Haberkorn, die nun seinen Wahlkampf organisiert,
der neue Bürgermeister wird.
Die Schauspieler brachten durch das Stück, das sie in ihrer witzigen und
ganz eigenen Art darboten das Publikum immer wieder zum Lachen. - Und jede
Vorführung war ein Unikat, denn jedesmal fiel der Text etwas anders aus.
Es spielten Michael Schneider, Claudia Schneider, Timo Gebhardt,
Michaela Kraudi, Lars Stürmer, Jörg Rohnke,
Maren Pfründt, Steffi Bartens und Petra Schneider.
Mareike Hoffmann und Michael Kijac,
waren das erste Mal mit der "Orginal" Laienspielgruppe auf der Bühne,
zuvor hatten sie schon Theatererfahrung bei der Jugendlaienspielgruppe
gesammelt.
Souffleusen waren Heike Sick, Ingrid Braunschweig und Ellen Dettmer.
Um Maske und Kostüme kümmerten sich Anja Peschutter, Ingrid Braunschweig
und Kirsten Gebhardt.
Das Bühnenbild stammt von Stefan Köhler und Winfried Köhler.
Bühnenbau: Henry Braunschweig, Günter Schneider und Nils Braunschweig.
Technik: Wolfgang Dettmer und Jens Kindvater.
Foto und Bericht von
Jörg Neelen