5. Oktober 2003
Erntedankgottesdienst zwischen Strohballen und alten Erntegeräten
Zahlreiche Besucher füllen Hofscheune in Östrum
Mit einem solchen Besucheransturm hatte der Kirchenvorstand der Kirchengemeinden Bodenburg-Östrum und Wehrstedt nicht gerechnet. Die Hofscheune Sander war bereits zehn Minuten vor Beginn des Gottesdienstes restlos überfüllt. Kurzerhand wurden die Scheunentore geöffnet, um auch den Davorstehenden die Teilnahme an der Erntedankfeier zu ermöglichen.
Im Rahmen der sechsjährig stattfindenden Visitation hatten die Kirchengemeinden zu einem Festgottesdienst anlässlich des Erntedankfestes in eine alte Getreidelagerscheune eingeladen. Das ländliche Ambiente in dem liebevoll geschmückten Getreidespeicher lud zu einem besonderen Nachdenken über Arbeit, Saat und Erntegaben ein. Ein Altar aus Strohballen und Erntegaben fragte in symbolischer Form nach all den "Lebensmitteln" die zu einem Leben heute nötig sind.
Wofür sollen wir dankbar sein?" Wir haben keine Arbeit mehr!" Unsere Kinder gehen in eine ungewisse Zukunft" "Darum wollen wir danken für jede Hoffnung, für jede gute Tat, die leben hilft!" Liebevoll kritisch, kreativ und farbenfroh hatten ehrenamtliche Mitarbeiter aus den visitierten Gemeinden den gemeinsamen Gottesdienst und die anschließenden Begegnungs- und Spielmöglichkeiten ausgestaltet.
Höhepunkt der anschließenden "Erntespiele" waren sicherlich ein Wettmelken zwischen Ortspastor und Bürgermeister, das der Bürgermeister ganz klar für sich entscheiden konnte. Der Erlös dieses großen Festes kommt einzelnen Projekten der Kirchengemeinde, wie zum Beispiel dem Einbau einer Lichtkuppel im Kindergarten in Bodenburg zu gute.
Bericht und Foto von Henning Forwergk