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Groß Düngen

16. August 2001

Letzte Ortsratssitzung in Groß Düngen

Viele Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger.

Zur letzten Ortsratssitzung vor den Kommunalwahlen am 9. September fand sich der Ortsrat Groß Düngen im Gasthaus Bock ein.

Gruppenbild

Auf der Tagesordnung standen einige brisante Punkte, die den Bürgerinnen und Bürgern das tägliche Leben in Groß Düngen erschweren:

Ortsbürgermeisterin Liselotte Bogun gab einen Sachstandsbericht zu der gemeinschaftlichen Resolution zur zusätzlichen Verkehrsbelastung bei Sperrung der A7 durch Schwerlastverkehr der Gemeinden im nördlichen Stadtgebiet ab: Als Reaktion auf die Resolution will der Bundestagsabgeordnete Bernhard Brinkmann alle zuständigen Gremien zu einem Ortsgespräch einladen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Auch die oftmals quälend langen Schließzeiten der Bahnschranken und die von den Anwohnern als besonders störend empfundene Lärmbelästigung, beim Überfahren des Bahnüberganges wurden erörtert.

Trotz vieler Aufforderungen und Kontakte zu der Deutschen Bahn AG konnten die Probleme immer noch nicht behoben werden.

Stadtdirektor Erich Schaper berichtete von den Aktivitäten der Stadt und von den Schwierigkeiten, die es mit der Bahn in diesem Fall gibt.

Durch das vermehrte Aufstellen von Funkantennen in Groß Düngen fühlen sich viele Einwohnerinnen und Einwohner zusätzlich belastet. Die Ängste und den Informationsbedarf hat der Ortsrat aufgenommen und einen Experten von der Regelierungsbehörde für Telekommunikation und Post eingeladen. Leider hat dieser erst zwei Tage vor der Sitzung seine Zusage zurückgezogen. Frau Bogun appellierte an den nächsten Ortsrat diese Frage wieder aufzugreifen und zu verfolgen.

Ein weitere brisanter Tagesordnungspunkt war der fehlende Radweg zwischen Groß Düngen und Heinde. Insbesondere nach dem tragischen Unfall eines Jugendlichen in jüngster Zeit auf dieser Strecke steht die Frage nach dem Radweg im Raum.

Stadtdirektor Erich Schaper berichtete von den bisherigen Verlauf der Bemühungen seitens der Stadt:

Vor einigen Jahren wurde der Weg zwischen Heinde und Groß Düngen asphaltiert und als kombinierter Fuß- und Radweg zugelassen.

Eines Tages wurde, ohne Einschaltung der Stadt, im Rahmen einer Verkehrsschau die Nutzung als Radweg untersagt, da der Weg nicht mehr den Anforderungen entspricht. Mit einer teilweisen Breite von 1,40 m ist er zu schmal.

Die Stadt hat mit Unterstützung der Polizei versucht, den Weg zumindest solange es keine Alternative gibt, als Radweg zuzulassen. Bisher ohne Erfolg.

An das Straßenbauamt sind Anträge auf einen Radweg gestellt, denen hoffentlich bald nachgekommen wird.

"Wenn es bei uns im Stadtgebiet irgendwo dringend notwendig ist einen Radweg zu bauen, dann ist es auf der Strecke zwischen Heinde und Groß Düngen.", bewertete Schaper die Situation aus seiner persönlichen Ansicht.


Bericht und Foto von Jörg Neelen aus Wehrstedt.
 

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