1. September 2000
Radfahren für Hoffnung auf Heilung
Unter dem Motto "Fahrt auf dem Regenbogen - für Hoffnung auf Heilung bei Krebs" führten ehemalige Krebspatienten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren
unter der Schirmherschaft der "Deutschen Kinderkrebs Stiftung"
bereits zum 8. Mal eine "Good-will" Fahrrad-Tour durch.
Auf der Tour, die am 25. August in Jena startet und am 2. September in
Hannover endete, besuchten die Radler und Radlerinnen
vor allem junge Krebspatienten
in den Kliniken in Jena, Erfurt, Kassel und Göttingen.
Am Ziel in der MHH Hannover wollen Sie
ebenfalls mit Krebspatienten ins Gespräch kommen.
"Wir wollen betroffenen Kindern und Jugendlichen zeigen daß es nach einer Krebserkrankung weitergehen kann", sagt Maren Bösel,
"auch mit einer Behinderung nach einer Amputation geht das Leben weiter. Mit uns fährt z.B. ein junger Mann mit amputierten Bein - damit kann man auch Fahrrad fahren. Wir wollen den Betroffenen zeigen, das Krebs nicht ein Todesurteil sein muß!"
In Hannover schloß sich ein großer Kreis, der 1993 mit der ersten Fahrt von
Hannover nach Dresden begonnen hatte. Es wurden mehr als 3050 km mit dem
Fahrrad zurückgelegt, und 41 Kliniken für Krebskranke Kinder besucht.
Dieses Jahr führte die "Fahrt auf dem Regenbogen" am 1. September von
Seesen über Groß Rhüden, Neuhof, Bad Salzdetfurth, Groß Düngen nach Hildesheim,
wo sie von Bürgermeisterin Elisabeth Conrady und Mitgliedern des Vereins "Regenbogen zur Förderung und Unterstützung krebskranker Kinder und derren Angehörigen e.V."
empfangen wurde.
In Groß Düngen legte die Gruppe, die aus 23 Personen besteht einen
"Bocks-enstop" in Bocks Gasthof ein, wo Stephan Bock sie mit
freien Getränken willkommen hieß.
Ortsbürgermeisterin Lieselotte Bogun begrüßte die Aktivisten herzlich und
wünschte Ihnen viel Erfolg bei Ihren Vorhaben.
Barbara Franz-Bock und Erwin Franz aus Groß Düngen, selbst als Eltern
betroffen und im Verein "Regenbogen" aktiv, betreuten die Radler auf dieser
Etappe.
Stichwort Regenbogen
Der Regenbogen, der als Naturschauspiel schon
seit alters her die Menschen mit seinen bunten Farben
erfreut hat, gilt als Hoffnungsträger. So tritt er
nur da auf, wo Sonne und Regen zusammen treffen.
Auch in der Bibel wird vom Regenbogen berichtet.
Gott setzte den Regenbogen nach der Sinnflut als Zeichen
seines Bundes mit den Menschen und Tieren ein, und versprach
das nie wieder eine Sintflut kommt. (1. Buch Mose 9. Kapitel Verse 12-17)
Fotos und Bericht: Jörg Neelen