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Archiv Bad Salzdetfurth

4. September 2004

Themenpark der Künste von Holler Art

50 Künstler aus der Region demonstrieren ihre vielfältige Kunst um das Relexa Hotel

Künstlerin

Das Angebot des multimedialen Festes reichte von der Malerei in unterschiedlichen Techniken über Bildhauerei, Tanz, klassische Livemusik, vielfältigen Kinderaktionen bis zu Keramikarbeiten und Bildern unter Schwarzlicht.

Die Bilanz bei der Vorsitzenden der Künstlergruppe Holler Art, Elke Braukmüller: "Rundherum war es ein gelungenes Fest. Die Teilnehmer und die Besucher waren am Ende äußerst zufrieden." Sie freute sich über die zahlreichen Künstler, die den Besuchern durch ihre vielfältige künstlerische Präsenz ein breites Spektrum der Kunst aufzeigen konnten. Besonders darüber, es in dem überaus schönen, stilvollen Ambiente des Relexa Hotels präsentieren zu können.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten Holles Bürgermeister Klaus Huchthausen und Bad Salzdetfurths Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer Grüße überbracht. Wolfgang Dettmer betonte, der Themenpark der Künste sei ein Highlight und ein Aushängeschild der Stadt Bad Salzdetfurth. Nach dem Motto: "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" fasste er zusammen mit den Worten: " Es gefällt mir". Klaus Huchthausen ist besonders stolz darauf, dass der Name der Gemeinde Holle, durch die Bezeichnung und die kulturelle Arbeit der Künstlergruppe Holler Art, über die Grenzen hinweg in der Region Hildesheim präsent ist.

Ca. 50 Künstler füllten das Gelände vom Relexa Hotel. Einer war Jose Rivereo Romero. Er verzierte in seiner Freizeit erst Blumentöpfe. Eines Tages kam er dann auf die Idee, Bilder aus Granulat zu gestalten. Seitdem sind in seiner Werkstatt die unterschiedlichsten Motive entstanden. Romero war mit seinen Granulatbildern zum ersten Mal bei einer Ausstellung dabei. Er zeigte dem Publikum, wie es geht. Vor dem Bestreuen mit den winzigen Granulatkügelchen muss er ein Motiv ausschneiden und Klebstoff mit einem kleinen Pinsel auftragen. "Das muss besonders sorgfältig geschehen", erzählte der Hobbykünstler.

Am Stand gegenüber ließ die Goldschmiedin und Metallgestalterin Gudrun Beulshausen auch schon mal Gäste zur Säge greifen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht die Herstellung von Schmuck. Der ist zwar eigenwillig und ein wenig extravagant, aber dennoch tragbar. Darauf legt die Hildesheimerin großen Wert.

Pastor Gerhard Haake ist seit 2000 im Ruhestand. Es war schon immer sein Jugendtraum, sich näher mit Keramikarbeiten zu beschäftigen. Den Wunsch hat sich der Wesselner nun erfüllt. Als Jugendlicher hat Gerhard Haake zunächst Tischler gelernt, dabei schon Kontakt zu einer Töpferei gehabt. Haake brennt seine Arbeiten im offenen Feuer. Die Effekte, die später auf den Tellern oder Schalen zu sehen sind, entstehen durch die Atmosphäre im Gasofen. Vor Ort malten auch Karin Lojen, Anette Stelle, Manfred Stenzel, Ulrike Jürgens, Urte Schmuck, Leo Krystofiak, Sabine Röhrig, Marie Therese Hellberg und Saskia Böhmer.

Dieter Altmann aus Upstedt fertigte Tattoo´s mit der Airbrush-Technik, wobei die 14 jährige Melanie Slabon aus Asel selbst kreierte Tattoo´s mit dem Marker auftrug. Heike Ditzinger aus Garmissen präsentierte u.v.a. ihre Tonarbeiten und gab einen Einblick in ihre kunsttherapeutische Arbeit. Andrea Naue aus Hildesheim demonstrierte "Experimente in Farbe". Wie im letzten Jahr war auch der Hannoveraner Marc Podransky mit Mandalas und Heilbildern vor Ort. Der freischaffende Künstler Paul van de Pinsel aus Heinde zeigte im großen Saal Berlin eine Vielfalt seines künstlerischen Schaffens.

Zum Programm gehörte auch ein Auftritt der Gruppe "We two". Roland Wesling und Carola Vogtsberger entführten die Gäste mit ihren Liedern in die Südsee. Fehlen durften außerdem Bauchtänzerin Anya und Christian Stäblein mit seinen musikalischen Einlagen nicht. Beachtung fand auch die Vorführungen von Gino Pinto aus Wesseln, der in verdunkeltem Salon die Besucher in die Geheimnisse seiner Schwarzlichtbilder einweihte. Selbst gestalten konnten die Besucher unter Leitung von Dominique Lambert. Mit verschiedenen Utensilien, zum Beispiel Schuhen oder Stühlen und viel Farbe entstand ein Kunstwerk.

Auch für die Kinder gab es zahlreiche Aktionen. Einige Jungen und Mädchen kreierten Na-Na-Figuren. Eine Tombola rundete den Themenpark der Künste ab. "Durch unser Engagement wollten wir den Interessierten die Vielzahl und Vielfältigkeit der Künstler unserer heimatlichen Region aufzeigen", erklärte Koordinatorin Elke Braukmüller.

Nachdem der gemeinsame Abbau der Stände geschafft war, setzten sich alle teilnehmenden Künstler in gemütlicher entspannter Runde zusammen um den schönen Tag Revue passieren zu lassen. Alle waren vollauf zufrieden und lobten die tadellose Organisation des gelungenen Festes. Eines war bei allen gewiss: Es wird im nächsten Jahr eine Neuauflage vom Themenpark der Künste geben.

Künstlerin

Künstlerin

Bericht und Fotos von Frank Braukmüller
 

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