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Archiv Bad Salzdetfurth

2. Juli 2004

Lebenswichtige Erholung

17 Kinder aus Gomel erholen sich in der Region Bad Salzdetfurth.

Gruppenbild
Im Bad Salzdetfurther Schwimmbad lernen die Kinder aus Gomel unter fachkundiger Anleitung das Schwimmen.

18 Jahre ist es her, in unserem Alltag schon lange kein Thema mehr, der größte anzunehmende Unfall (GAU) im Kernkraftwerk Tschernobyl. In Gomel, Weißrußland, sieht das anders aus. Die verheerenden Auswirkungen der Katastrophe und die wirtschaftliche Not in der Region, in der der größte Teil des bei dem Unfall freigesetzten radioaktiven Materials niederging, sind Bestandteil des täglichen Lebens.

Zur Erholung und zur Stärkung des geschwächten Immunsystems sind auch dieses Jahr wieder 17 Kinder, eine Dolmetscherin und eine Mutter mit Ihrem Kleinkind für vier Wochen zu Gast in der Region Bad Salzdetfurth. Organisiert vom Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt sind die Kinder bei 10 Gastfamilien in Bad Salzdetfurth untergebracht. Zum Beispiel bei Wolfgang und Karin Wittwer, die schon zum 8. Mal 2 Kindern den notwendigen Erholungsaufenthalt ermöglichen.

Neben der radioaktiv nicht belasteten Luft und "sauberen" Lebensmitteln gehört auch viel Bewegung und gemeinsame Unternehmungen zu dem Programm der Feriengäste. Für vier Tage besuchen die Kinder das Kreisschulheim Schönberg an der Ostsee. Im Bad Salzdetfurther Schwimmbad lernen sie unter Anleitung der Schwimmmeister Harald Schiller, Hans-Jürgen Schlüter und der Bademeisterin Andrea Käther das Schwimmen. Der Unterricht wird von den Bademeistern kostenlos erteilt, der Eintritt für das Schwimmbad wird von der Stadt übernommen.

Wer die Aktion unterstützen will, kann sich gerne an Ursula Geiger bei der Stadtverwaltung wenden. Es werden auch für das nächste Jahr wieder Gasteltern gesucht. Natürlich ist auch eine finanzielle Unterstützung willkommen. Spendenkonto: Kirchenkreisamt Hildesheim, Kreissparkasse Hildesheim, Kto.-Nr.. 31503, BLZ 259 501 30 Verwendungszweck: "Tschernobyl"


Bericht und Foto von Jörg Neelen
 

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