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Archiv Bad Salzdetfurth

29. Juni 2003

"West Side Story und mehr" erntet Standing Ovation

Junger Chor begeistert mit einem einzigartigen Streifzug durch die Welt der Musicals

Gruppenbild
Eine Kleingruppe des Jungen Chors zeigt ihr Können: Medleys aus "Sister act".

Der bis auf den letzten Platz besetzte Neue Kursaal im Hotel "Kaiserhof" dokumentierte einmal mehr, wie anerkannt die Leistungsfähigkeit des Jungen Chores Bad Salzdetfurth im weiten Umland ist, und niemand der Zuhörer musste enttäuscht den Heimweg antreten.

Chorleiter Helmut Lange hatte mit seinem Chor ein Konzertprogramm zusammengestellt, dass in seiner Vielfalt begeisterte und in seiner Ausführung faszinierte. Nach einem dynamisch groß angelegten Einstieg mit dem Prolog aus "Jesus Christ Superstar" bildeten die Medleys aus "Das Phantom der Oper" und "West Side Story" die entsprechenden Eckpunkte des Programms. Ob hier mit den zarten Klängen zu "The music of the night" und "Think of me" (A. L. Webber) oder "Tonight" und "One hand, one heart" (L. Bernstein) - der Chor zeigte in Begleitung einer äußerst versiert agierenden Band eine großartige Einfühlsamkeit in die emphatischen Linien dieser großartigen Kompositionen. Und dass der Junge Chor auch entsprechend klangliches Feuer entwickeln kann, bewies er dem "Money, money" aus dem Abba-Musical "Mamma Mia" und mit dem krönenden "America" aus der West Side Story.

Immer wieder begeisterten auch Vokal-Ensembles oder Solisten aus den Reihen des Chores die Zuhörer. "Hello Dolly" mit einem Männer-Doppelquartett, die Medleys aus "Sister act" und dem "Starlight-Express" sowie das "Do-re-mi" aus dem Musical "The sound of music" (alle vier Auftritte mit toller Original-Kostümierung!) kennzeichneten die auch ins Detail gehende grandiose Arbeit des Jungen Chores, weil hier - bei eben gekonnter Differenzierung - unterschiedlichste Kleingruppen ihr Können bewiesen.

Solistische Glanzleistungen vollbrachten Inge Lührig und Melanie Herde (mit "All I have to do ist dream"), die in-zwischen schon populäre Randgruppe des Jungen Chores (mit "Dancing Queen"), Annegret Weste (mit "DonĀ“t cry fofor me, Argentina"), Sabine Froböse (mit "Memory") sowie Gabi Bein, Martina Walz, Annegret Weste und Monika Stoffregen (mit "I feel pretty"). Nicht enden wollte der Beifall für Andreas Rien, der in unnachahmlicher, brillanter Weise den Milchmann Tevje mit seinem "Wenn ich einmal reich wär" (aus Anatevka) interpretierte.

In der Begleit-Band wirkten Max Koch (Gitarre), Michael Beimes (Bass), Rainer Abraham (Klavier) sowie Rainer Lustig (Schlagzeug) mit und gaben dem Programm, das in vorzüglicher Weise von Joachim Herling moderiert wurde, einen gekonnten instrumentalen Rahmen.


Bericht Helmut Lange, Foto von Jörg Neelen
 

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