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Archiv Bad Salzdetfurth

1. September 2002

25 Jahre AWO Sozialstation

Sozialer Dienst steht im Vordergrund / Sorge um Zukunft

Ein 25 Jähriges Jubiläum konnte die AWO - Sozialstation in Bad Salzdetfurth mit einem Tag der offenen Tür feiern. Zum Auftakt gratulierten die Vertreter der Stadt, der Behörden und Vereine sowie Geschäftsleute.

Gruppenbild
v.l. vorne: Evelin Brecht (Leiterin der Sozialstation), Ursula Kreye(ehemalige Leiterin der Sozialstation), Lilly Radtke, Marlene Karmann (1. Vorsitzende AWO Ortsverein Bad Salzdetfurth) hinten: Friedhelm Hallmann (Geschäftsführer der Sozialstatsion), Alfred Belgard (2. stellv. Bürgermeister), Erich Schaper (Bürgermeister), Heinz-Hermann Witte (Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales), Werner Buß (MdL, Kreisvorsitzender der AWO und stellv. Landrat), Reiner Wegner (1. stellv. Bürgermeister, Kreistagsabgeordneter)

Marlene Karmann, die seit 1971 als 1. Vorsitzende der AWO im sozialen Dienst steht, berichtete in Ihrem Rückblick auf die letzten 25 Jahre von der Entstehung der Sozialstation und den aufwendigen Vorbereitungen, die damals notwendig waren.

Die relativ kurze, aber sehr bewegte Geschichte der Sozialstation spiegelt den Wandel im Umgang mit alten und gebrechlichen Mitmenschen wieder. So begann die "Geschichte" mit einer völlig überlasteten Gemeindeschwester Hanna Lucke und dem Leiter des Kreissozialamtes Hermann Muhs, die den AWO Vorstand darum baten seine Aktivitäten in Richtung Sozialstation nicht aufzugeben.

Am 16. September 1977 wurde die Sozialstation Bad Salzdetfurth in der Trägerschaft der Kreisverbände von AWO und DRK gegründet. Ursula Kreye übernahm den Dienst als Einsatzleiterin, den sie bis 1995 ausübte.

Im laufe der Jahre änderten sich die Aufgaben und die Rahmenbedingungen für die Sozialstation erheblich, die Einführung der Pflegeversicherung brachte genauso Änderungen mit sich wie die Kostendämpfung im Gesundheitswesen. 1989 wurde der Einzugsbereich der Sozialstation um das Gemeindegebiet Diekholzen mit fünf Ortsteilen erweitert und in Diekholzen eine Außenstelle eingerichtet. Im Jahr 2000 übernahm die AWO die alleinige Trägerschaft für die Sozialstation.

Friedhelm Hallmann, Geschäftsführer der Sozialstation, machte darauf aufmerksam, dass es "5 vor 12" aus wirtschaftlicher Sicht ist. Obwohl bei der AWO der soziale Gedanke immer im Vordergrund steht, und bisher auch jeder Fall angenommen wird, regte er dazu an darüber nachzudenken wie es weitergeht, wenn nur noch Fälle bedient werden die "sich rechnen". Der finanzielle Rahmen, der von den Krankenkassen und Pflegeversicherungen vorgegeben werde immer enger, hob Hallmann hervor.

Er bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen der Sozialstation für Ihre engagierte Arbeit, die den guten Ruf der Sozialstation durch ihre Menschlichkeit und Fürsorge begründen und überreichte ihnen zum Dank Blumen.

Am Nachmittag konnten sich Interessierte in der Sozialstation umsehen und sich über das Leistungspektrum informieren. Auch für Kleinsten war gesorgt, mit einer Hüpfburg und verschiedenen Spielmöglichkeit konnten sie sich die Zeit vertreiben.


Bericht und Foto von Jörg Neelen
 

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