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Archiv Bad Salzdetfurth

29.07.2002

"Mein Platz"

Bericht vom Ferienabschlusszelten der Ev. Jugend

Die Planen für die Open-Air-Küche und die Essecke sind schon vertaut und gespannt, als die Jugendlichen im Wehrstedter Pfarrgarten ankommen, um ihre Zelte aufzubauen. Sie sind zum Ferienabschlusszelten der Ev. Jugend der St. Georgs- und Martin-Luthergemeinde gekommen, das nun schon seit mehreren Jahren unter der Leitung von Diakonin Ilona Wewers und Jörg Neelen am Ende der Sommerferien stattfindet.

Gruppenbild
Jede und Jeder hat seinen Platz symbolisch selbst gestaltet.

Neben den üblichen Dingen wie miteinander kochen, Nachtwanderung, Grillen, Lagerfeuer, singen und bis spät in die Nacht klönen, stand diesmal ein ungewöhliches Thema auf dem Programm: "Mein Platz".

Zum Einstieg gab es erstmal eine Reihe Spiele, bei denen gegeneinander um einen Platz gekämpft bzw. miteinander kooperiert werden musste, um bestimmte Plätze zu besetzen. "An welchen Plätzen fühle ich mich eigentlich wohl?", "Wie würde ich meinen Lieblingsplatz gestalten?", "Welchen Platz wünsche ich mir für die Zukunft?", "Einen Platz bei Gott haben - was denkst du darüber?" - diese und andere Fragen standen zur Diskussion.

Dann wurde es kreativ: Für jede und jeden war ein alter Stuhl vorhanden, um sich seinen "eigenen Platz" zu gestalten. "Man braucht ganz schön viel Geduld dabei", meint eine Jugendliche. "Erst gründlich abschleifen, dann grundieren. Warten, bis die Farbe trocken ist. Bemalen. Warten. Lackieren und wieder warten. Das dauert echt lange." "Aber es macht richtig Spaß", meint ein anderer. Und es sei spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Stühle werden. Einige sind einfarbig und schlicht, andere kunterbunt. Symbole und Zeichen, die z.B. für bestimmte Hobbys stehen, kommen ebenso hinzu wie Namen von Freundinnen und Freunden. Zum Schluss glänzten die Stühle farbenfroh im Sonnenlicht. Beim Abholen mussten die Eltern dann erraten, welchen Stuhl ihr Sohn oder ihre Tochter bemalt hat, bevor er dann im Auto verstaut und mit nach Hause genommen wurde.

"Es war eine gelungene Aktion", resümiert Jörg Neelen, ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Ev. Jugend. "Vor allem, weil wir so ein Glück mit Wetter hatten. Vorher hat es geregnet, hinterher hat es geregnet, aber an den drei Tagen vom Ferienabschusszelten schien die Sonne."


Bericht von Ilona Wewers, Foto von Jörg Neelen
 

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