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Archiv Bad Salzdetfurth

September 2001

Judo - als Chance in der Gewaltprävention

Die Grundschüler Am Papenberg und die Lehrer waren begeisterte Zuschauer des Judoka des Tus Holle. Neben Trainer Bernd Lühmann waren auch Christophe Lambert und Andrej Dalke aus der deutschen Nationalmannschaft (beide kommen aus Holle) dabei. Während der Veranstaltung in der Turnhalle wurden unter fachkundiger Anleitung geeignete Kampfspiele erprobt, sowie einfachste Techniken des Kämpfens ausprobiert.

"Die Vorstellung an Schulen soll über unseren Sport aufklären und Vorurteile abbauen", nennt Bernd Lühmann das Ziel der Aktion. "Zur Aufklärung ist die Gewaltprävention ein wichtiges Thema." Darüber hinaus hofft er,die Kinder zu motivieren, diese Sportart zu erlernen. "Das wichtigste Sportgerät beim Judo ist der Partner", sagt der Trainer. "Den Partner nicht zu verletzen, ihm zu vertrauen und für ihn zu sorgen, ist beim Judo essentiell, denn wenn wir den Partner verlieren, können wir nicht mehr trainieren. Entscheidend ist beim Judo, dass es niemandem wehtut und, dass es Spaß macht. Das ist der Leitsatz unseres Unterrichts - Höflichkeit und Etikette sind Ausdruck dieser Einstellung. Hilfreich im Zusammenhang mit den heutigen Auffälligkeiten im Verhalten der Kinder sei vor allem, dass Judo als partnerbezogene Sportart mit engem Körperkontakt zwangsläufig und von der ersten Stunde an spielerisch zur Rücksichtnahme erzieht. Für den Erfolg im Wettkampf ist das Kennen unnd Akzeptieren der Regeln Voraussetzung. Vertrauen ist auf der Matte ebenso wichtig wie Verzeihen oder die Abstimmung der eigenen Bewegung auf die des Partners. Konzentration und Geist werden geschult. Aggression wird in einem sportlichen, von Regeln bestimmten Übungskampf ausgelebt und abgebaut. Fairness wird hierbei für jeden Judoka groß geschrieben. Bei zurückhaltenden Kindern wird anderseits aber auch das Selbstbewusstsein über diese Erfahrung gestärkt." Der Erfolg gibt dem Konzept Recht. Kaum eine Sportart hat zur Zeit einen so großen Zulauf in Holle.

Zurzeit trainieren dort mehr als 150 Jugendliche und Kinder. Sie werden von neun Trainern betreut. Mit sehr großem Erfolg nehmen sie an Wettkämpfen teil. Der Begeisterung der Papenberger Grundschüler zu entnehmen, werden in Zukunft noch mehr Kinder in Holle trainieren. Alles in allem war die Vorführung des TuS Holle eine gelungene Veranstaltung.


Bericht von Renate Conseil, Foto von Dorthe Schröder. aus Wehrstedt.
 

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