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August 2001

Pfarrer Ewald Bürig verabschiedet

Mit 75 in den wohlverdienten Ruhestand

Mit einem "großen Bahnhof" verabschiedete die katholische Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" am zweiten Augustsonntag ihren langjährigen Seelsorger Ewald Bürig in den wohlverdienten Ruhestand. Der gebürtige Hildesheimer hat inzwischen in Sorsum eine neue Heimat gefunden. Um 16.00 Uhr begann die Verabschiedung mit einem feierlichen Gottesdienst, den der Kirchenchor und die Wehrstedter Feuerwehrkapelle musikalisch gestalteten.

Gruppenbild
Von links: Stadtdirektor Erich Schaper, Horst Volke (Kirchenvorstand Martin-Luther), im Hintergrund Alfred Latzel (Bodenburg), stellv. Bürgermeister Alfred Bellgard, Bürgermeister Reiner Wegner, Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Mroz, Pfarrer Ewald Bürig

Pastor Bürig bedankte sich bei der ganzen Gemeinde, dass sie ihn 10 Jahre lang ertragen habe und wünschte einen guten Neubeginn mit seinem Nachfolger.

Den anschließenden Empfang im Pfarrheim eröffneten die Bläser der Wehrstedter Feuerwehr und der Salzdetfurther Männerchor. Dann begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Mroz alle Anwesenden und hielt eine längere Laudatio. Er ging dabei auf die Größe des pastoral abzudeckenden Gebietes ein und die Problematik, zwei Kirchen zu versorgen. "Nein sagen konnten Sie nie. Sie haben stets versucht, für alle da zu sein, die Kirche zu den Menschen zu bringen", lobte Mroz. Besonders würdigte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende die ökumenischen Bestrebungen Bürigs und versicherte, die Gemeinde würde diesen Weg weiter ausbauen.

Hervor hob Mroz auch die vielen Feste, Faschingsfeiern, Seniorennachmittage, Ausflüge, Vorträge etc seit Amtsantritt am 01.03.1991, bei denen sich Pastor Bürig immer miteinbrachte. Seine Botschaft sei stets gewesen: "Gott liebt diese schöne Erde, Gott liebt uns." Zum Abschied überreichte der Vorsitzende ein Buch mit vielen Erinnerungen, Dank und guten Wünschen aus der Gemeinde.

Auch für Pastor Bürigs Haushälterin, die mit nach Sorsum gezogen ist, hatte Mroz anerkennende und lobende Worte. Magdalena Franz sei nicht nur die gute Seele des Pfarrhauses gewesen, sondern habe viele Aufgaben selbstverständlich übernommen. Sie reiße mit ihrem Weggang ein schmerzliches Loch, das es künftig zu füllen gelte, da der neue Pfarrer keine Haushälterin mitbrächte. Als Dank der Gemeinde erhielt Frau Franz eine Konzertkarte und ein Geld-Bäumchen.

Der stellv. Kirchenvorstandsvorsitzende Hans-Hermann Pröve erinnerte an verschiedene Bau- und Umbaumaßnahmen, die in die Amtszeit des Pastors fielen und wünschte dem Scheidenden und seiner Haushälterin einen guten Neuanfang im nicht allzu fernen Sorsum.

Dechant Gerhard Reithner würdigte den pastoralen Werdegang über die Kaplanstellen in Bockenem, Bremerhaven und Goslar, die 33 Jahre als Militärgeistlicher und Pfarrer in Goslar-Jürgenohl bis zu den 10 Jahren in Bad Salzdetfurth. Auch er dankte Frau Franz für die vielen Dienste im Hintergrund des Gemeindelebens.

Für die Einwohner der Stadt und der betroffenen Ortsteile fanden lobende und dankende Worte Bürgermeister Reiner Wegener, die Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer (Bad Salzdetfurth), Manfred Bleckmann (Bodenburg) und Günther Raschke (Wehrstedt). Marlene Kahrmann brachte die Grüße und guten Wünsche der Arbeiterwohlfahrt, Horst Volke dankte besonders für die gute ökumenische Zusammenarbeit mit der "Martin-Luther-Gemeinde", auch Eva Tiecke von der "St. Georgs-Gemeinde" würdigte Bürigs Verdienste um die Ökumene vor Ort. Pastor Wiegand (St. Andreas/Wehrstedt) schloss sich diesen Gedanken "aus vollem Herzen" an.

Den Dank der Kolpingsfamilie an ihren Präses drückte Hubert Herberg aus, während Gabi Bein, Agnes Koch und Bernd Sander im Auftrag des Jungen Chores den Reigen der Redner beendeten.

Abschließend dankte Pastor Bürig allen Sprechern für ihre freundlichen Worte und Abschiedsgeschenke. Sein Wunsch, Admiral oder Kardinal zu werden, habe sich auch nach 50 Dienstjahren nicht erfüllt, doch glaube er, auch als Pfarrer in den verschiedensten Gemeinden einiges positiv bewirkt zu haben. Er freue sich auf ein Wiedersehen spätestens am 9.3.2002 zu seinem goldenen Priesterjubiläum. In Anspielung auf seinen Ruf als "Vogelpastor" verabschiedete er sich als aus dem aktiven Dienst mit einem Gedicht von Wilhelm Busch und bat zum Buffet.


Bericht von Wolfgang Mroz
Foto von Margret Mroz
 

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