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Archiv Bodenburg

16. Dezember 2006

Weihnachtskonzert des Bodenburger Musikzuges

Am Sonnabend zum dritten Advent hatte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bodenbug wieder zu seinem Weihnachtskonzert eingeladen. Viele waren gekommen, so auch der Landrat Rainer Wegener, Stadtdirektor Erich Schaper nebst Gattin und Ortsbürgermeisterin Ute Hoppe, sowie Ehrenbrandmeister Karl Gremmels mit Schwester, Ortsbrandmeister Mathias Mörke und Stellvertreter Carsten Hallmann.

Es wirkte schon ziemlich professionell, wie die vierzig Musiker durch die Zuschauerreihen auf die Bühne traten, ihre erstmalig eingesetzte Pultbeleuchtung einschalteten, den Stimmton des ersten Flügelhorns aufnahmen und ihre musikalische Leiterin Wania Israel stehend in Empfang nahmen.

Perfekt wurde die Konzertstimmung dann mit dem Ausschalten der Hallenbeleuchtung, Sabine Froböse las ein Gedicht mit geheimnisvoll gedämpfter Stimme. Die Musiker führten diese Stimmung mit einem im Piano beginnenden "Abendsegen aus Hänsel und Gretel" fort. Erst beim zum Forte anschwellenden Tutti genau beim Beckenschlag wurde die Bühnen- beleuchtung eingeschaltet. Weihnachtskonzert in Bodenburg, etwas was in Bodenburg zur richtigen Weihnachtsstimmung gehört, das betonte auch Ortsbürgermeisterin Hoppe in ihrer ersten Rede seit Amtsantritt. Sie war nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Andreas Knoll vor das Mikrofon getreten, um dem Musikzug für die weihnachtliche Einstimmung zu danken, aber auch um den Vandalismus zu beklagen, durch den die Weihnachstbeleuchtung auf dem Marktplatz in den letzten Tagen betroffen war.

Nach dem Marsch "Unter dem Doppeladler" übernahm dann Karl Hallmann die Moderation und begleitete das folgende Programm mit sachkundigen Informationen und mancher Anekdote oder weihnachtlicher Satire. Zunächst stand der Neujahrskonzertklassiker Johann Strauß im Vordergrund mit dem "Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron" und der Schnellpolka "Leichtes Blut". Im folgenden "Euradetzky" wurde der Radetzky-Marsch von J. Strauß (Vater) quer durch Europa geschickt, wobei auch die politischen Wirren zu Radetzkys Zeiten musikalisch verarbeitet wurden.

Anschließend wurde das Publikum mit den schönsten Melodien aus Verdis Erfolgsopern verwöhnt bevor der Musikzug mit einer rasanten "Petersburger Schlittenfahrt" in die Pause fuhr. Danach erwartete das erholte Publikum eine Besonderheit: Die Bodenburgerin Sabine Froböse sang "Die Macht der Liebe" zu einem Blasmusikarrangement einer Mozartmelodie. Wania Israel hatte die Begleitung auf nahezu kammermusikalisches Niveau zurück genommen, so dass der Gesang sehr gut zur Geltung kam. Beim folgenden Marsch "Washington Grays" durften dann alle Musiker sich wieder ins Zeug legen und so ging es voll dynamisch in den moderneren Teil des Konzertes, zunächst noch mit Melodien von Bach. Diese bearbeitete Dizzy Stratfort in "Wonderful Invention" mit rockigen Rhythmen. Swingig ging es dann mit "Beyond the Sea" und "My Way" in das längste Werk des Nachmittags: "Ton Jones in Concert". Dieses Arrangement verschiedener Welthits von Tom Jones erforderte gute Konzentration und einige spieltechnische Raffinessen von den Musikern, die aber anschließend von einem begeistertem Publikum mit langanhaltendem Applaus belohnt wurden.

Bei der Zugabe, der Originalfassung des Radetzky-Marsches, übergab Israel den Stab einer vollkommen überraschten Ortsbürgermeisterin Hoppe, die den Marsch mit den Musikern zum Ende brachte. Für den weihnachtlichen Ausklang nahmen vier Nachwuchsbläsern Platz in den Reihen des Musikzuges. Bei reduziertem Licht wurde dann noch mal Weihnachtsstimmung produziert und mit "O Du Fröhliche" und "Stille Nacht" auf den Lippen ging das Konzert in der Grete-Borcherts-Halle in Bodenburg zu Ende.


Bericht von Lydia Knoll, Pressewart des Musikzuges Bodenburg.
 

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